+ + + zurück zu den Projekten + + +

Sanierung der Herner Sparkasse

Die Hauptverwaltung der Herner Sparkasse bestand vor der Sanierung aus einem Flachbau und einem aufgelastetem Büroturm mit 6 Geschossen und einem Technikgeschoss. Es handelt sich um eine Stahlbeton-Stützenkonstruktion mit einer größtenteils ungedämmten Natursteinverkleidung. Die Sonnenschutz-Isolierverglasung mit Rahmen aus ungedämmten Aluminiumprofilen weist starke Beschädigungen auf.

Im Rahmen einer Sanierung soll die alte Fassade komplett erneuert werden. Die Brüstungselemente werden entfernt, es kommt eine bodentiefe Verglasung zum Einsatz. Aus Schallschutzgründen ist an der Nord- und Südfassade eine Doppelfassade geplant.Der Sonnenschutz soll über einen im Zwischenraum angeordneten Vertikallamellenbehang sichergestellt werden.

Im Vorfeld der Sanierung wurde das thermische Verhalten einzelner Zonen (Büro, Besprechungsraum) für die geplante Doppelfassade und die neue HLK-Technik (mech. Lüftung, Kühldecken, etc.) untersucht. Zum Vergleich wurde die bestehende Gebäudehülle (teilweise sehr luftundicht) berechnet.

Zur Beurteilung der Simulationsergebnisse wurde die DIN 1946, Teil 2, herangezogen, in der Anforderungen an das Raumklima bei Einsatz von raumlufttechnischen Anlagen formuliert werden. Dort werden die maximal einzuhaltenden Raumtemperaturen in Abhängigkeit von der Außenlufttemperatur definiert. Die empfohlenen Raumtemperaturen liegen zwischen 22 und 26°C. Steigt die Außenlufttemperatur über 29°C wird eine höhere Innenraumtemperatur akzeptiert. Die DIN 1946, Teil 2 geht davon aus, dass bei Überhitzung von Gebäudezonen aktiv gekühlt wird. Zur Bewertung der Untersuchungsergebnisse werden die Stunden mit operativen Raumtemperaturen über 26°C als Überhitzungsstunden bewertet.Der Anteil der Überhitzungsstunden an der Gesamtarbeitszeit sollte 10% nicht überschreiten.

Für die untersuchten Zonen wurde die statistische Verteilung (Summenhäufigkeit) der Empfindungstemperatur (operative Raumtemperatur) für die Jahressimulation sowie eine 14-tägige Hitzeperiode nach VDI 2078 ausgewertet. Dargestellt wurden die Anzahl der Überhitzungsstunden in Temperaturschritten sowie zeitliche Temperaturverläufe an bestimmten Tagen mit hoher Sonneneinstrahlung.

Im Auftrag der EGSplan GmbH, Stuttgart